Leapfrog CREATR 3D Drucker – das Warten hat ein Ende!

8. April 2013 | Von | Kategorie: 3D-Drucker

Nach langer Wartezeit wurde mein Leapfrog Creatr 3D-Drucker am Dienstag geliefert. Eingepackt war das Gerät in einer stabilen Holzkiste, mit reichlich Styropor und Luftpolsterfolie.

Das Gerät wurde komplett zusammengebaut geliefert, ein USB-Anschlusskabel lag der Sendung ebenfalls bei. Vergeblich sucht man eine Bedienungsanleitung, jedoch kann man sich viele Informationen direkt auf der Website des Herstellers holen.

Herstellerwebsite:

Die Software kann man sich dort ebenfalls downloaden. Ich nutze die „Repetier-Host V0.84 unter Windows 7.

Nachdem ich die Software installiert hatte, kam die böse Überraschung. Bei der Referenzfahrt knallte die Heizplatte aus Glas direkt gegen die beiden Extruder. Die Platte bog sich komplett durch, da hätte nicht mehr viel gefehlt und sie wäre zersprungen. Die beiden Düsen (Nozzles) pressten sich also mit voller Kraft auf die Glasplatte, dass kann nicht gut für die Düsen sein. Der Hersteller schickt mir nächste Woche 2 neue Düsen zu, somit kann ich mit dem Problem leben.

Der Fehler lag natürlich an dem induktiven Referenzschalter der Z-Achse. Der hatte sich wahrscheinlich beim Transport etwas versetzt und somit nicht ausgelöst. Mittels 2 Schrauben hatte ich den Referenzschalter dann korrekt eingestellt.

Als nächste Tat hatte ich die beiden Düsen justiert, die linke Düse war etwas zu weit oben (ca. 1/10mm). Danach wurde die Heizplatte genau einjustiert, damit an allen Stellen der gleiche Abstand zwischen den Düsen und der Heizplatte besteht.

In der Zwischenzeit mache ich mich an die Optimierungen, denn nicht alles an dem Gerät ist perfekt, wie man in vielen Foren lesen kann.

Folgende Umbauten werden durchgeführt:

  1. Abdeckung oben aus Plexiglas (Wärmeoptimierung)
  2. Tür für die Front (Wärmeoptimierung)
  3. Austausch der dünnen Filamentführungen gegen einen größeren Durchmesser (Reibungsoptimierung)
  4. Spulenhalter-Zentrieradapter gegen seitliches Wegrutschen der Spulen
  5. Einbau weiterer LED-Lämpchen zur besseren Kontrolle der Werkstücke im Produktionsraum

Ich werde alle Umbauten hier Dokumentieren… Fortsetzung folgt.

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6 Kommentare auf "Leapfrog CREATR 3D Drucker – das Warten hat ein Ende!"

  1. Patrick sagt:

    Hallo,
    wie lange hast Du denn gewartet?
    Ich bin nun in der vierten Woche… Langsam komme ich immer mehr zu dem Entschluß den Drucker wieder ab zu bestellen.

    • AndreasNe sagt:

      Hi,

      es waren 3-4 Wochen. Das Warten hat sich aber gelohnt. Der Service ist bislang echt super und im Forum hilft man sich auch gerne gegenseitig.

      • Patrick sagt:

        Danke für die Info,
        besonders durch die Einträge im Forum bin ich schon ein wenig verschreckt worden.
        Da sind viele Probleme zu lesen, von denen ich gehofft hatte, daß ich diese mit einem ferigen Produkt nicht haben würde. Wie zum Beispiel verstopfte Düsen, experimentieren mit den Software Einstellungen, tweaken der Firmware, mechanische Unzulänglichkeiten wie zerstörte Kabel, die nicht sauber geführt werden, lose Befestigungen an Endstopps und Schrittmotoren.
        Daraufhin habe ich mal die Foren der Mitbewerber besucht, und ich muß sagen, daß ich in diesen nicht so viel von solchen grundsätzlichen Problemen gelesen habe.
        Letzten Endes werde ich noch eine Woche in’s Land ziehen lassen, in der Hoffnung der Drucker kommt und das die zufriedenen Kunden nicht in’s Forum posten.
        Mir gefallen Deine Arbeiten mit der CNC-Fräsmaschine. Auf der Intermodellbau dieses Jahr stand ich vor einer interessanten neuen Maschine von Stepcraft.de. Diese läuft mit PC-NC, wie ich Dich verstanden habe nutzt Du Mach3 richtig?

        Lg
        Patrick

        • AndreasNe sagt:

          Hallo,

          WinPC-NC hatte ich auch mal. NIE WIEDER! Der liebe Herr Lewetz hat es nicht mal mehr nötig auf Reklamationen zu antworten. Dann verspricht er etwas und hält es anschließend nicht. Es bleib nur noch das Schweigen im Walde. Mit Mach3 bin ich zu 100% zufrieden.

          Wegen dem Drucker…
          hier wirst du aber sehr viel einstellen, testen, korrigieren, etc. müssen. Bevor ich die ersten brauchbaren Teile drucken konnte, verging eine ganze Zeit. Noch heute probiere ich viel aus und baue immer wieder Verbesserungen ein. Der Drucker ist aber für das Geld eine gute Basis, auf die man aufbauen kann.

          • Patrick sagt:

            Hallo Andreas,
            mittlerweile haben mich die Einträge im leapfrog Forum soweit entmutigt, dass ich die Bestellung storniert habe. Ich bin mal gespannt, ob ich in irgend einer Form eine Reaktion bekomme. Bisher hüllen sich die Herren dort in Schweigen, auch was meine Anfrage von vor einigen Wochen nach einem update zum Lieferstatus betraf.
            Wegen dem testen und korrigieren des Druckers, da habe ich mir nicht so viele Sorgen gemacht. Einen Mendel hatte ich schon aufgebaut und in Betrieb genommen. Im Nachhinein frage ich mich schon warum ich den überhaupt verkauft habe.
            Entscheident waren für meine Wahl des leapfrog die augenscheinlich solide Konstruktion aber das werde ich wohl nun nie in Erfahrung bringen können.
            Mein nächstes Augenmerk fällt nun auf den Up 3d eventuell in der zweiten Entwicklungsstufe

  2. Matthias sagt:

    @ Patrick:
    Es war eine gute Entscheidung die Bestellung zu stornieren.

    Wir haben hier seit ca. drei Wochen einen creatr im „Einsatz“. Wobei bisher kein brauchbarer oder annähernd exakter Ausdruck erzeugt werden konnte. Die Teile schwinden und verziehen sich. Teilweise liegt das IST – Mass fast 1mm vom SOLL entfernt (Bohrung für M4 mit 4,8mm konstruiert, mit 3,9mm ausgedruckt).
    Das größte Manko ist die grotten schlechte Software, die man sich zum Drucker herunterladen muss. Mitgeliefert wird weder Anleitung noch eine Software, was an sich nicht CE konform wäre. Daher dürfte der Drucker innerhalb der EU so eigentlich nicht vertrieben werden.
    Zurück zur Software. Es ist bezeichnend, dass diese nur in der Version 0.9xx vorliegt. Das ganze Konzept ist nicht durchdacht und wirkt nach Bastelei. Teilweise muss eine Änderung der Layerdicke in zwei voneinander unabhängigen Einstellungsfenstern vorgenommen werden.

    Die Auflösung, die laut Datenblatt angegeben wird (Schichtdicke ab 0,05mm) wird wohl nie erreicht. Druckt man mit den Einstellung „High Quality“ beträgt die Schichtdicke 0,2mm. Manche würden das als Etikettenschwindel ansehen.

    Fazit:
    der creatr von leapfrog ist für den Nutzen, den er bringt, ein ziemlich teures gadget. Ein produktiver Einsatz ist kaum möglich. Unsere Firma wird Prototypen, die funktionieren müssen, in Zukunft wieder bei einen Dienstleister in Auftrag geben müssen (fabberhouse, shapeways, etc.).

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